Der Überflieger

Ein Kabarettprogramm von Hans Fässler, in voller Länge, bietet der bücherraum in seinem neusten Podcast.

Mit vier Goldmedaillen an Olympischen Spielen ist Simon Ammann der erfolgreichste Schweizer Wintersportler. Hans Fässler, Lehrer, Historiker, Aktivist, Kabarettist, hat über ihn eine Passionsgeschichte in vierzehn Stationen geschrieben. Wie der Simi seine Berufung findet. Wie er aus der tristesse toggenbourgeoise in die weite Welt fliegt. Wie Simon der Erhörte im Triumph in seine Heimatstadt zurückkehrt. Wie er sich mit dem Erfolg abmüht.

Fässler schildert, wie der Skiflieger sich zunehmend in einem Business verwickelt, das immer mehr Geld umsetzt, und wie er zum Spielball der Medien wird. Nicht nur en passant wird auch das indigene Volk im Toggenburg mit Staunen, aber auch ein wenig Trauer betrachtet. Da treten zwei Königreiche an gegenüberliegenden Abhängen gegeneinander an und bekämpfen sich mittels der Raumplanung. Da wird der kleine grosse Sohn auf seine Werbemöglichkeiten gemustert, um dem Heidiland ein Similand beizugesellen. Da wird er gönnerhaft in die führende Wirtschaftsclique einbezogen und darf sich an der lokalen Bergbahn beteiligen.

So ist diese Passionsgeschichte verknüpft mit vielfältigen Geschichten und Analysen von Werbung, Geschäft und gesellschaftlicher Sozialhygiene und wird zum geistreichen, aufklärenden Sittenbild. Ergänzt wird das unterhaltsame Programm durch ein erst kürzlich zum Vorschein gekommenes Volkslied auf Simon Ammann, sowie als Editors Cut durch eine Zugabe über Simi in Strassburg.

Im Übrigen hofft Hans Fässler immer noch auf einen Abend mit Simon Ammann und Walter Steiner. Dann erneut im bücherraum, wo ja genügend Bücherberge Höhenflüge erlauben.


Hingewiesen sei zudem auf frühere Podcasts aus der edition bücherraum, unter http://www.tinyurl.com/br-podcasts:

  • Friederike Kretzen zu Adelheid Duvanel
  • Rolf Bossart zu Klaus Heinrich
  • Widerspruch-Diskussionsrunde: Bildung für wen?
  • Stefan Howald zu Atlanten und Weltgeschichten
  • Peter Huber zur Résistance in Frankreich
  • Zita Küng zu feministischen Sachbüchern und Krimis
  • Stefan Howald zu Wilhelm Reich
  • Hans Fässler zu Denkmalstürzen
  • Madeleine Marti zu Marlene Stenten
  • Internationale Konferenz zu Stuart Hood
  • Stefan Howald zu Stuart Hood
  • Ruedi Küng zu Ryszard Kapuscinski
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Die Marseillaise im Salon

Beinahe wurde sie 1793 mit ihrem Mann geköpft. Dabei war doch in ihrem Salon in Strassburg erstmals die Marseillaise gesungen worden, die ihr Mann als Bürgermeister in Auftrag gegeben hatte. So schwankten die Schicksale zur Zeit der Französischen Revolution.

Bislang war Sibylle de Dietrich selbst in ihrer Heimatstadt Basel kaum bekannt. Allenfalls gab sie eine Fussnote als jüngere Schwester von Peter Ochs ab, dessen Ansehen als Schöpfer der Verfassung der Helvetik seinerseits in konservativen Kreisen nicht eben das beste ist.

Die prominente Bildhauerin Bettina Eichin hat im Buch “Projekt Schweiz” das Leben von Sibylle de Dietrich, geborene Ochs (1755 – 1806) rekonstruiert. Im folgenden Video berichtet sie über ihre Faszination mit dieser frühen Schweizer Politikerin.

“Projekt Schweiz” aus dem Unionsverlag mit 44 Beiträgen von 44 AutorInnen ist in jeder guten Buchhandlung erhältlich.

 

 

Die bisherigen Videobeiträge zum «Projekt Schweiz» finden sich hier:

Friederike Kretzen zu Robert Frank: www.tinyurl.com/br-Kretzen-Frank

Jean-Martin Büttner zu Albert Hofmann: www.tinyurl.com/PCH-Buettner

Ruth Schweikert zu Paulette Brupbacher: www.tinyurl.com/PCH-Schweikert

Caroline Arni zu Aline Valangin: www.tinyurl.com/PCH-Arni

Jakob Tanner zu Elsa F. Gasser: www.tinyurl.com/PCH-Tanner

Die Reihe wird fortgesetzt.

 

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Dieser andere Blick auf die Welt

Einen Seher, nennt die Schriftstellerin Friederike Kretzen den Fotografen und Filmer Robert Frank (1924-2019). Weil er sah, was wir andere nicht immer sehen. Was das mit der Beat-Generation zu tun hat, wie man sich anhand von Frank das Verhältnis zwischen den USA und der Schweiz und ganz allgemein zwischen Fremde und Heimat denken kann und warum Robert Frank seine früh verstorbenen Kinder hinter seinem Haus begraben hat, erläutert sie im folgenden Podcast.

Weiter ausgeführt hat Friederike Kretzen ihre Überlegungen im Beitrag “Dahin sehen, wo fast nichts ist” im Sammelband “Projekt Schweiz”.

Die bisherigen Videobeiträge zum «Projekt Schweiz» finden sich hier:

Jean-Martin Büttner zu Albert Hofmann: www.tinyurl.com/PCH-Buettner

Ruth Schweikert zu Paulette Brupbacher: www.tinyurl.com/PCH-Schweikert

Caroline Arni zu Aline Valangin: www.tinyurl.com/PCH-Arni

Jakob Tanner zu Elsa F. Gasser: www.tinyurl.com/PCH-Tanner

Die Reihe wird fortgesetzt, unter anderem mit Bettina Eichin zu Sibylle de Dietrich-Ochs sowie Regula Freuler und Nicholas Balsiger im Gespräch über Mentona Moser.

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Die Schweiz in Olten

 

Gleich im Multipaket gibt es am                                                                                           Sonntag in Olten in der Buchhandlung Schreiber                                                        eine Matinée zum Projekt Schweiz.

Martin Disteli und Ella Maillart bilden dabei ein Doppel.

 

“und fluchend steht das Volk vor seinen Bildern”. So wurde die Wirkung von Martin Disteli, dem grössten politischen Zeichner der Schweiz, einst beschrieben. Lucien Leitess erläutert, warum in dessen streibarer Unruhe die Zukunft zu erkennen war und ist.

 

 

 

 

“Die kühnste Schweizerin” könne man Ella Maillart nennen, da sie in den 1930er-Jahren als erste die zum Teil verbotenen Gebiete Zentralasiens und Chinas bereiste. Stefan Howald zeigt, wie ihr ethnologischer Blick das Zusammenspiel von Mensch und Tier, Landschaft und Kultur festhielt.

 

 

Zuvor stellen Herausgeber und Verleger das “Projekt Schweiz” im Gespräch vor.

Die Matinee beginnt am Sonntag, den 7. November, um 10 Uhr.

Buchhandlung Schreiber                                                                                                                Kirchgasse 9                                                                                                                                      4600 Olten

062 205 0000

Der Eintritt beträgt 25 Franken, darin einbegriffen ist ein sonntäglicher Z’Morge.

Es gelten die üblichen Covid-Vorschriften.

https://www.schreibers.ch/ueber/veranstaltungen/detail/sonntagsmatin%C3%A9e-artcEvent?bpmctrl=bpmrownr.5%7Cforeign.317209-8-0-317317%3A73223

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Wie man mit LSD Fahrrad fährt

«Das LSD kam zu mir», sagte er gerne. Und zwar kam es am 19. April 1943. So wie es einen Bloomsday in Dublin gibt, an dem des «Ulysses» von James Joyce gedacht wird, so wird der 19. April als Bicycle Day gefeiert. Weil Albert Hofmann damals mit dem Fahrrad aus dem Chemielabor nach Hause gefahren war, nachdem er 250 Mikrogramm eines künstlich hergestellten Derivats des Mutterkornpilzes eingenommen hatte.

Es war ein schlechter Trip, den er erwischt hatte, doch seine Aufzeichnungen danach waren präzis und luzid. Er sei «just a little Swiss chemist», so hat sich Albert Hofmann im hohen Alter einmal charakterisiert. Vielleicht brauchte es Schweizer Genauigkeit, um diese Entdeckung zu machen, meint der Kulturwissenschaftler Jean-Martin Büttner. Seine Erläuterung, warum er Albert Hofmann zum «Projekt Schweiz» zählt, und wo die LSD-Forschung heute steht, lässt sich in diesem Video nachhören:

Die bisherigen Videobeiträge zum «Projekt Schweiz» finden sich hier:

Ruth Schweikert zu Paulette Brupbacher: http://www.tinyurl.com/PCH-Schweikert

Caroline Arni zu Aline Valangin: http://www.tinyurl.com/PCH-Arni

Jakob Tanner zu Elsa F. Gasser: http://www.tinyurl.com/PCH-Tanner

Die Reihe wird fortgesetzt, unter anderem mit Friederike Kretzen zu Robert Frank, Bettina Eichin zu Sibylle Ochs sowie Regula Freuler und Nicholas Balsiger im Gespräch über Mentona Moser.

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