Rettung der Wunderkammer

Fünfzig Jahre lang sammelten Roland und Anne Gretler Dokumente zur Schweizer Sozialgeschichte. Was bleibt, nachdem ihr «Panoptikum» jetzt aufgelöst wird? Wohin mit den vielen gesellschaftlichen und persönlichen Erinnerungsstücken? Ein Bericht von Stefan Howald

Und dann kommen diese drei Kisten im Keller zum Vorschein. Da drin finden sich, sauber geordnet in chronologischen Lagen, 1.-Mai-Ausgaben aller Schweizer Gewerkschaftszeitungen und regionalen SP-Blätter. Von den zwanziger bis in die sechziger Jahre. Ein Mitarbeiter des Schweizerischen Sozialarchivs winkt ab: Man besitze die entsprechenden Zeitungen zumeist in vollständigen Jahrgängen. Aber in diesen Kisten findet sich ein spezifisches Thema einzigartig konzentriert. Das darf doch nicht im Altpapier verschwinden!

Auf solche Schätze trifft man in «Gretlers Panoptikum zur Sozialgeschichte» im Zürcher Kanzleischulhaus auf Schritt und Tritt, und solche Entscheidungen gilt es laufend zu fällen, jetzt, da das Panoptikum über ein Jahr nach dem Tod von Roland Gretler aufgelöst wird. …

Weiter lesen in der WOZ vom 27.6.2019 [pdf, 774 KB]

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