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Thrillend

283   verkauft

Eric Amblers Thriller behandeln alle sozialen und politischen Konflikte und Brüche des 20. Jahrhunderts, die uns weiter verfolgen.

 

Der Roman, der die stalinistischen Schauprozesse durchleuchtet:
Eric Ambler: Der Fall Deltschev. Aus dem Englischen von Mary Brand und Walter Hertenstein. Durchgesehene Übersetzung. Zürich: Diogenes, 1997. 318 Seiten, kartoniert. Umschlag leicht eingerissen.

Der Roman, in dem ein antikolonialistischer Putsch geschildert wird.
Eric Ambler: Besuch bei Nacht. Aus dem Englischen von Wulf Teichmann. Überarbeitete Übersetzung. Zürich: Diogenes, 1999. 149 Seiten, kartoniert.

Der Roman, der Terror und Gegenterror in Palästina thematisiert:
Eric Ambler: Der Levantiner. Aus dem Englischen von Tom Knoth. Überarbeitete Übersetzung. Zürich: Diogenes, 1997. 404 Seiten, kartoniert.

Der Roman, der die Wirtschaftskriminalität durchleuchtet:
Eric Ambler: Bitte keine Rosen mehr. Aus dem Englischen von Tom Knoth. Überarbeitete Übersetzung. Zürich: Diogenes, 1998. 467 Seiten, kartoniert.

 

Und dazu natürlich die umfassende Biografie: Stefan Howald: Eric Ambler. Diogenes. Zürich 2002. 594 Seiten.

 

Dieses Buch kann zu einem selbst festgesetzten Preis erworben werden bei contact@stefanhowald.ch

Klotzen, nicht kleckern

 

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Warwick Deeping: Hauptmann Sorrell und sein Sohn. Einzig berechtigte ÜIbertragung aus dem Englischen von Curt Thesing. Bremen: Carl Schönemann Verlag (ohne Jahr, deutsche Erstausgabe 1927). 485 Seiten, gebunden, Goldprägung auf Rücken. Leicht gebräunt.

 

Im Mai 2000 hörte ich mir an einer Konferenz in London, Ontario/Kanada, über die Kultur der 1930er Jahre, nachdem ich selber ein paar Gedanken zu Eric Ambler vorgetragen hatte, einen Vortrag über The Middle-brow Struggle for Cultural Legitimacy an, in dem der englische Erfolgsschriftsteller Warwick Deeping mit seinem Buch Sorrell and Son (1925) als klassisches Beispiel für die Angst der Mittelklasse vor der aufkommenden Arbeiterklasse erwähnt wurde; da ich mich erinnerte, dieses Buch bei meinen Eltern zuhause gesehen zu haben, und zwar in einer deutschen Ausgabe der berühmten Büchergilde Gutenberg, steuerte ich dieses Informationsschnippsel in der folgenden Diskussion bei, was die Vortragende mit jenem angelsächsischen Enthusiasmus verdankte, der einem den Eindruck vermittelt, die Menschheit gerade einen wichtigen Schritt vorangebracht zu haben. Bei einem späteren Besuch bei meinen Eltern fand ich das Buch nach etlichem Suchen tatsächlich, allerdings in einer anderen, viel prosaischeren Ausgabe als der mir imaginierten in der gewerkschaftlich-politisch engagierten Büchergilde. Bei einigem Recherchieren ergab sich jedoch eine zufällige Beziehung zu Ambler: Alfred A. Knopf, der berühmte amerikanische Verleger, der später auch Ambler verlegte, hatte Deeping in sein amerikanisches Programm aufgenommen und mit dem Autor einen besonderen Vertrag abgeschlossen: Danach erklärte er sich bereit, pro Exemplar eine bestimmte Summe in die Werbung zu investieren, worauf die Tantiemen an Deeping aufs Minimum reduziert würden; wenn die Werbeausgaben fielen, würden dagegen die Tantiemen ansteigen. Das Rezept erwies sich erfolgreich, da Sorrell and Son das erste Knopf-Buch wurde, das über hunderttausend Mal verkauft wurde, worauf Knopf das Rezept auch bei andern Erfolgsautoren anzuwenden begann; woraus sich lernen lässt, nicht zu kleckern sondern zu klotzen, oder dass, wer mehr Geld einsetzen kann, noch mehr erzielen wird; aber hätten wir für diese Erkenntnis den Umweg über London, Ontario/Kanada, gebraucht?

 

Dieses Buch kann zu einem selbst festgesetzten Preis erworben werden bei contact@stefanhowald.ch