Das Volk und seine FührerInnen

Was Populismus ist und was seinen Erfolg ausmacht, scheint klar. Vielleicht doch nicht ganz. Pierre Rosanvallon liefert eine umfassende Theorie, mit neuen Einsichten.

Wird der Trumpismus nach Trump überleben?, hat der Politologe Jan-Werner Müller kürzlich in einem Artikel gefragt und die Antwort gegeben: in dieser Form nicht, weil die Person und die Figur Trump für seine Bewegung unersetzlich sind. Was künftige andersartige Massenbewegungen nicht verhindere. Andere KommentatorInnen sehen in Trumps Niederlage einen Rückschlag für rechtspopulistische Bewegungen weltweit.

Der Terminus Rechtspopulismus ist eingebürgert und scheint konsensual definiert. Der französische Historiker und Demokratieforscher Pierre Rosanvallon bestreitet das mit guten Gründen und legt einen ausführlichen Versuch zu einer Theorie des Populismus vor, erläutert an historischem und aktuellem Material.

Fünf Grundelemente macht er in einem ersten Teil aus: Ein Volk wird konstruiert, das als einheitliches gegen alle andern Gesellschaftsmitglieder gesetzt wird; das Repräsentationsprinzips in der Demokratie wird verworfen und dagegen die Evidenz des «Gemeinwillens» und von Volksabstimmungen gesetzt, samt Kritik der Legislative; statt der klassischen Parteiform wird eine Bewegung mit Führungsfigur aufgebaut; ein wirtschaftspolitischer Protektionismus wird zugleich als Nationalprotektionismus gegen die Migration angeboten; Leidenschaften und Emotionen werden gegen die Technokratie und das ExpertInnentum bewirtschaftet.

Der plötzliche Charme der Volksabstimmung

Diese Passagen sind glänzend und überaus verständlich geschrieben. Manche Einsichten sind nicht neu, etwa die Betonung der Emotionen und des Führerprinzips, aber überzeugend ist es, wie das Zusammenspiel mehrerer Faktoren detailgenau analysiert wird. Sein Material liefern vor allem die USA, Frankreich und Lateinamerika. Andere Brutstätten des Rechtspopulismus wie Deutschland und Italien werden nur gestreift; die Schweiz wird als Bezugspunkt für den plötzlichen Charme von Volksabstimmungen erwähnt, ohne deren spezifische Mechanismus zu studieren.

Als ein besonderes Element führt Rosanvallon das Konzept des «Homme-peuple» ein. Als Beispiel dient ihm Napoleon III. während dessen Herrschaft von 1851 bis 1870. Der reiste im Land herum, um sich die Sorgen des «Volks» anzuhören, und gab sich nachher nicht etwa als dessen Repräsentant, sondern als «das Volk selbst» aus, als dessen geradezu gottgegebener Wille. Dieser – nur schwer übersetzbare – Begriff bedient nach aussen die Ablehnung des Repräsentationsprinzips und rettet zugleich praktisch das Führerprinzip.

War (und ist) Trump ein Homme-peuple? Es gab und gibt Ansätze dazu, aber sie sind nicht ausgearbeitet worden. Die 74 Millionen, die bis zum Ende für ihn gestimmt haben, wollen glauben, dass er sie versteht und vertritt. Aber er geht nicht zu den Menschen, um sie kennenzulernen, er kennt sie ja schon, und sie ihn. Die in den Medien geschaffene Figur Trump ist ihre eigene Rechtfertigung. Er bietet sich weder als Repräsentant noch als Verkörperung des Volks an, sondern als Vorbild, an das sich die anderen angleichen sollen. Im (angeblichen) Milliardär, der seinen (angeblichen) Reichtum schamlos zur Schau stellt, wird das meritokratische Versprechen sozialen Aufstiegs sichtbar. Das hat eine aktivierende Potenz, was seine Bewegung so virulent macht.

Für den Homme-peuple gibt es andererseits mehr oder weniger krasse Beispiele auf der Linken, von Hugo Chavez bis zu Jean-Luc Melénchon. Von letzterem zitiert Rosanvallon etliche bezeichnende Aussagen, etwa «ich bin mehr als Jean-Luc Mélenchon, ich bin 7 Millionen Personen». Entsprechend hat Rosanvallon für den Linkspopulismus nicht viel Sympathien übrig. So wirft er deren HaupttheoretikerInnen Ernesto Laclau und Chantal Mouffe vor, letztlich einen essenzialistischen Volksbegriff zu vertreten; auch in der Formulierung von den 99 Prozent unten gegen die 1 Prozent oben äussere sich das rechtskonservative Freund-Feind-Schema von Carl Schmitt.

Fürs Repräsentationsprinzip

Rosanvallon meint, durchaus ehrenhaft, eine Kritik könne sich nicht vor der Formulierung von Alternativen herumdrücken. Einen entsprechenden Versuch unternimmt er im dritten Teil seines Buchs. Dabei wird der Akzent verschoben. Populistischen Positionen wird vor allem ein anderes demokratietheoretisches Konzept entgegengestellt. Detailliert begründet er zum Beispiel, warum das Repräsentationsprinzip nicht vollständig durch «direktdemokratische» Formen ersetzt werden kann. Das ist verdienstvoll und knüpft an dem an, was er in seinem Buch «Die gute Regierung» (französisch 2015, deutsch 2016) begonnen hat.

Seine Alternativen lassen aber die Frage offen, wie der Populismus zu bekämpfen wäre, wie Menschen von ihren populistischen Positionen abgebracht werden könnten. Natürlich, Rosanvallon versichert, Demokratie verwirkliche sich in der konkreten Ausübung, DemokratInnen entstünden in der Praxis. Aber letztlich vertraut er auf die Kraft des überzeugenden Arguments. Zudem wird Demokratie aufs politische Feld beschränkt; Wirtschaftsdemokratie kommt nicht mal als Stichwort vor. Verstehen lässt sich der Populismus nach Rosanvallons Buch besser, bekämpfen weiterhin nur unzulänglich.

Stefan Howald

Pierre Rosanvallon: «Das Jahrhundert des Populismus. Geschichte. Theorie. Kritik». Aus dem Französischen von Michael Halfbrodt. Hamburger Edition, Hamburg 2020. 266 Seiten, 48 Franken.


Dieser Text erschien ursprünglich in der WOZ Nr. 2/21 vom 14.1.2021, siehe https://www.woz.ch/2102/populismustheorie/ich-bin-das-volk

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Sexualität und Politik: Wilhelm Reich

Befreite Sexualität als Vorbedingung einer politischen Revolution: Das war die These von Wilhelm Reich (1897–1957). Seine «Massenpsychologie des Faschismus» von 1933 wies einen neuen Weg zur Analyse des autoritären Charakters, jene psychische Disposition vieler Deutscher, die eben gerade Hitler an die Macht gebracht hatten. Wilhelm Reich sah ihn vor allem einer «gehemmten Sexualität» entspringen, die es in der Moral wie in der Praxis zu befreien galt. Dieser Freudo-Marxismus war ebenso anregend wie umstritten, sowohl in der Arbeiter- wie der psychoanalytischen Bewegung. Im US-Exil widmete sich Reich ab 1939 der Erforschung der sogenannten «Orgonenergie», was ihn auf parapsychologische Abwege führte.

Von der Studentenbewegung 68 wurden seine sexualpolitischen Arbeiten wieder ausgegraben, während seine Studien zur Massenpsychologie neue Aktualität für die Analyse des Rechtspopulismus gewonnen haben. Mit einem podcast vermitteln wir anhand einiger Originalausgaben und Raubdrucke aus der Bibliothek des bücherraums f einen Überblick über ein bewegtes Leben und Werk, inklusive Musik von Kate Bush und Hawkwind.

 

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Weltgeschichten und Weltkarten

Bücherräumereien (XXXII)

Natürlich muss so etwas im Grossformat geschehen. Diese Weltgeschichte tritt beinahe wie ein Atlas auf, mit breiten Doppelseiten. Schon im Namen setzt sie sich von ähnlichen Unterfangen ab: Synchronoptische Weltgeschichte nennt sie sich, wurde herausgegeben vom deutschen Kartografenpaar Arno und Anneliese Peters und erschien erstmals 1952 im Frankfurter Universum-Verlag. Der eigenwillige Titel formulierte drei Ansprüche: Geschichte sollte nicht als Abfolge von Zahlen, sondern optisch ansprechend dargestellt werden; verschiedene Kontinental- und Regionalgeschichten wurden synchron nebeneinander dargeboten; und es ging um Weltgeschichte, die jeden Eurozentrismus vermeiden wollte.

Das sieht dann wie folgt aus: Eine Doppelseite umfasst ein Jahrhundert, vertikal ist jedes Jahr notiert. Horizontal, übereinander liegend ist die Geschichte in sechs thematische Stränge in unterschiedlichen Farben aufgegliedert, von der zart grünen Wirtschaft samt technische Erfindungen über das hellblaue «Geistesleben» und die violette Religion bis zur rosaroten Politik; in der Mitte werden zudem herausragende Persönlichkeiten mit einem kurzen Lebenslauf charakterisiert. Ereignisse, die sich genau datieren lassen, sind im entsprechenden Jahr vermerkt, länger dauernde Entwicklungen ziehen sich über die Seite hin. Ein umfangreicher Index erschliesst Personen ebenso wie Länder und Ereignisse.

Das Unterfangen war durchaus erfolgreich und wurde bald in zehntausenden von Exemplaren vertrieben; die im bücherraum f vorliegende Ausgabe entstammt dem 60. bis 70. Tausend und trägt die Nummer 069137.

Der Synchronoptischen Weltgeschichte war wiederum der Kulturfahrplan vorangegangen. Auch er wurde nicht von einem ausgebildeten Historiker verfasst, sondern vom Physiker Werner Stein (1913–1993), der sich später als SPD-Kulturpolitiker profilierte. Der Kulturfahrplan, mit dem Untertitel Die wichtigsten Daten der Weltgeschichte von Anbeginn bis heute, wurde in Deutschland 1946 als eine «der ersten geistigen Orientierungshilfen nach dem Kriege» propagiert. Er ist traditioneller angelegt. Die Chronologie verläuft durchs Buch von vorn nach hinten. Auf jeder Doppelseite sind vertikal voneinander getrennt verschiedene gesellschaftliche Bereiche dokumentiert, die etwea denjenigen bei Peters entsprechen. Die synchronoptische Darstellung der Peters ist unmittelbar anschaulicher, hält die gleichzeitige Ungleichzeitigkeit der Weltgeschichte zusammen, sie stösst sich aber am beschränkten Platz – wenn sie ein Jahrhundert auf mehrere Doppelseiten verteilen würde, um mehr Informationen unterzubringen, verlöre sie gerade an optischer Anschaulichkeit. Steins Kulturfahrplan kann dagegen die Eintragungen in der Zeitachse beliebig erweitern – und wenn er seinerseits an die Grenze eines noch handhabbaren Buchs stösst, kann er sich in mehrere Bände vergrössern.

Tatsachen und Haltungen

Werner Stein hatte sich der «Objektivität» verpflichtet, und das orientierte sich an vorherrschenden Werten: nach der Niederlage Deutschlands und des Faschismus durchaus liberal, aber systemkonform. Auch die Peters beriefen sich auf Objektivität: «Keine Deutung oder Wertung wird erstrebt. Die Tatsachen sprechen für sich.» Vielleicht auch nicht, denn zuerst müssen die Tatsachen ausgewählt und dann doch zum Sprechen gebracht werden. Und das taten Anneliese und Arno Peters durchaus anders als Werner Stein.

Dabei wird ihr Anspruch, Weltgeschichte zu zeigen, mehrheitlich eingelöst. Die grossen Zivilisationen in China, Indien, Japan, Arabien werden – beinahe – gleichberechtigt wie die europäischen behandelt. Wählen wir willkürlich die Jahre 1828/29: Da stehen politische Entwicklungen in Uruguay, Indien, Griechenland und der Türkei synchron nebeneinander. Oder dann: Das neunte Jahrhundert kann in dieser Weltgeschichte als arabisches Jahrhundert gelten, nicht nur bezüglich technischer Erfindungen und politischer Geschehnisse, sondern auch durch die zahlreichen Gelehrten, die ins Zentrum gerückt werden.

Auch Werner Stein war nicht um Entwicklungen in China oder Indien oder Arabien herumgekommen. Das beschränkte sich aber auf traditionelle Herrschaftsgeschichte. Bei Peters heisst es dagegen etwa zum Jahr 871: «Neger-Sklaven gründen unter Ibn Mohammed den kommunistischen Staat Basra mitten im Araberreich.» Damit wird der im Westen als einzigartig tradierten Sklavenrevolte von Spartakus gezielt eine aus einem anderen Kulturkreis hinzugefügt und in der Zielrichtung verschärft. Tatsächlich werden neben der «Politik» nicht nur «Kriege», sondern auch «Revolutionen (Aufstände / Bürgerkriege)» vermerkt, mit denen eine jahrtausendealte Tradition des Widerstands rekonstruiert wird. Ja, jenseits seines Bekenntnisses zu den für sich selbst sprechenden Tatsachen machte Peters aus seiner linken Haltung keinen Hehl. Im Vorwort tönt es nach der Rhetorik des damaligen Weltfriedensrats, wenn die Weltgeschichte dabei helfen soll, «das Ideal einer in Freiheit und Sicherheit geeinten Welt zu verwirklichen». Darauf antwortete der Spiegel 1952 in einem Artikel im Kalten-Krieg-Gestus, Arno Peters habe als Sozialist «seine Geschichtsdarstellung anti-dynastisch, anti-kapitalistisch und anti-klerikal ausfallen lassen». Das ist doch eine schöne Reihung, an der für die Auswahl der «Tatsachen» nicht viel auszusetzen ist. Auch jenseits der politischen Ebene finden sich immer wieder quer stehende, aparte Hinweise. Etwa zu 1542: «Basler Drucker Oporinus wegen Herausgabe des Korans bestraft». Oder zu 1574: «Ungarn verbietet als erstes Land Kinderarbeit in Bergwerken». Und die Charakterisierungen der hervorstechenden Persönlichkeiten sind ziemlich gut. Am halbwegs unverfänglichen Beispiel von Thomas Mann gezeigt:

«Deutscher Dichter. Als Sohn einer alten Lübecker Bürgerfamilie gab er in seinem Jugendwerk Die Buddenbrooks ein eindringliches Bild vom Aufstieg und Verfall des deutschen Bürgertums. Im Gegensatz zu den unmittelbar gesellschaftskritischen, anklägerischen Romanen seines Bruders Heinrich Mann zeichnen sich seine Werke ganz besonders durch die Schilderung der seelischen Hintergründe menschlicher und gesellschaftlicher Vorgänge aus. Verliess 1933 seine Heimat und führte einen konsequenten Kampf gegen die Unmenschlichkeit des deutschen Faschismus. In seinem Alterswerk Dr. Faustus sucht er das deutsche Wesen von der menschlichen Seite her zu deuten.»

Da wehen einen zugestandenermassen ein paar altertümliche Vokabeln an, aber als einfache, lexikalische Zusammenfassung ist es nicht unrichtig und durchaus brauchbar.

Natürlich, der Anspruch auf eine Weltgeschichte stösst auf Grenzen. Das, was später Indonesien wurde, taucht erstmals 1512 aus dem Dunkel der Geschichte auf, als die «Molukken-Inseln» von den Portugiesen «entdeckt» werden. Afrika südlich der Sahara bleibt ein weisser Fleck, das Königreich Benin oder das Ashanti-Reich fehlen völlig; die «Goldküste» taucht wiederum nur auf, wenn sie 1471 von den Portugiesen «entdeckt» wird und 1871 «an England» geht, während zu Nigeria oder seinen historischen Teilgebieten jeder Eintrag fehlt.

Bei den Einzelpersonen ist die Auswahl zu Beginn recht pluralistisch; siehe das arabische Jahrhundert. Ab dem 18. bis ins 20. Jahrhundert tauchen dann aber fast nur noch EuropäerInnen auf, oder genauer, fast nur noch Europäer – halbwegs gerechtfertigt durch die Tatsache, dass die «Moderne», der Kolonialismus und die neue Globalisierung vom Norden ausgingen. Fragwürdig wird das Konzept der angeblich für sich selbst sprechenden Tatsachen allerdings zur Gegenwart hin, wenn Stalin als «anerkannter Führer der Sache des Weltkommunismus» über jeden Zweifel erhaben ist, aber auch, wenn Hitler vor allem als «entschiedenster Gegner des Kommunismus» charakterisiert wird, der durch den Zweiten Weltkrieg «die Zerstörung von fast ganz Europa herbeigeführt» habe, der Holocaust dagegen nicht erwähnt wird.

Koloniale Tradition

Diese globalen Weltfahrpläne und Weltgeschichten standen ihrerseits in einer weit zurückreichenden Tradition. Beispiele einer modernen Universalgeschichte hatten sich Mitte des 18. Jahrhunderts in dem sich zur führenden Grossmacht entwickelnden England herausgebildet; in Deutschland wurde sie wenig später durchaus für den Kampf gegen den herrschenden Adel in Anspruch genommen. Friedrich Schiller stellte in seiner Antrittsvorlesung 1789 die Frage Was heisst und zu welchem Zwecke studiert man Universalgeschichte, worunter er «alle Nationen und Zeiten» und «alle Menschengeschlechter» zusammenbringen wollte. Er baute das in ein teleologisches Konzept bürgerlichen Fortschritts ein, doch es war auch ein Antrieb gegen die «Kleinfürsterei» Deutschlands, das sich in den Kreis der Weltzivilisationen einreihen sollte, ähnlich wie es Goethe mit seinem Konzept der Weltliteratur verfolgte. Im gleichen Geist versuchte der Geschichtsschreiber der Schweizerischen Eidgenossenschaft, Johannes von Müller, ab 1778 in mehreren Ansätzen eine Universalgeschichte, die 1810 posthum als Vier und zwanzig Bücher Allgemeiner Geschichten besonders der Europäischen Menschheit erschien.

Im 19. Jahrhundert konnten sich die Kolonialmächte selbstgewiss auf ihre führende Rolle bei der Aufteilung der Welt beziehen, die immer auch als Zivilisierung verkauft wurde, was die Weltgeschichte ihres eigenständigen und kritischen Charakters beraubte, ja überflüssig machte. Leopold von Rankes Weltgeschichte (1880–1890) oder Carl Burckhardts posthum erschienene Weltgeschichtliche Betrachtungen (1905) stellten eher geschichtsphilosophische Zusammenfassungen bisheriger spezieller Forschungen dar. Erst Oswald Spenglers berühmt-berüchtigter Untergang des Abendlandes (1918/1922) gerierte sich mit der Weite seiner Belege wieder als wahre Weltgeschichte; doch wurde die konkrete Analyse zumeist deduktiv durch das starre Schema des Auf- und Abstiegs von Zivilisationen überlagert. Unter diesem Schema litt auch noch Arnold Toynbees Gang der Weltgeschichte (1934–1954), obwohl differenzierter und gemässigter angelegt. Will Durants Kulturgeschichte der Menschheit, im englischen Original 1935 bis 1975 erschienen, ist dagegen eine bemerkenswerte Kraftanstrengung mit durchaus kritischem Anspruch, wie ein eminenter Kenner einwirft; schade nur, dass Durants Frau Chaya / Ariel Dunant, die von Anfang an massgeblich mitgearbeitet hatte, offiziell erst spät als Mitverfasserin anerkannt worden ist.

Werner Stein sowie Arno und Anneliese Peters konkurrierten implizit durchaus mit solchen Monumentaldarstellungen, unterliefen sie aber zugleich, indem sie auf die Verknappung und eine, wenn auch synchron erweiterte, strikte Chronologie setzten. Beide waren sie mit einem neuen Geschichtsoptimismus gestartet: Stein im Licht einer notwendigen Erneuerung Deutschlands nach dem Faschismus, die Peters im Vertrauen auf «eine in Frieden und allgemeinem Wohlstand brüderlich vereinte Welt».

1968 erschütterte auch diese Ansätze, in vielfältiger Hinsicht. Eingefordert wurden jetzt nicht nur neue materialistische Ansätze, sondern es wurde auch gegen die Vorherrschaft von Daten und Chronologien auf Strukturgeschichte gesetzt. Dagegen wiederum konzipierte der Bremer Historiker Imanuel Geiss (1931–2012) seine Geschichte griffbereit, die 1979 in sechs Bänden erschien. Einerseits wollte Geiss explizit dem von ihm als modisch beklagten Verzicht auf Daten und Fakten entgegentreten, andererseits griff er die berechtigen Forderungen nach einer Strukturgeschichte auf. «Weltgeschichte» hiess das Projekt im Untertitel, und Geiss beanspruchte, sechs Dimensionen der Weltgeschichte dazustellen: die chronologische (Daten), biographische (Personen), geographische (Schauplätze), sachsystematische (Begriffe), nationale (Staaten) und universale (Epochen). Geschichte griffbereit wird wohl die letzte synthetisierende Darstellung der Weltgeschichte durch einen Einzelnen bleiben.

Eine gerechte Weltkarte

Bekannter als die Synchronoptische Weltgeschichte der Peters ist allerdings ein späteres Werk von Arno Peters, nämlich der Peters-Atlas. Er streckte die Südkontinente in die Länge, um die Verzerrungen zum Nordpol hin, die die traditionellen Mercator-Karten aufwiesen, zu korrigieren. Peters entwarf ihn in den siebziger Jahren. Mit seiner Peters-Projektion erhob er den Anspruch, die Ländermassen, die Kontinente und Länder, flächengetreu abzubilden. Zugleich wurde damit das visuelle Übergewicht der nördlichen Länder, Nordamerika und Europa, zurückgedrängt. Ja, es ging um nichts weniger als um Gerechtigkeit für die Länder des globalen Südens. Der Versuch bekam viel Zustimmung, wurde 1980 im Nord-Süd-Bericht der Uno verwendet, die Unesco übernahm den Peters-Atlas und vertrieb ihn millionenfach.

Doch der Ansatz stiess auch auf geradezu wütenden Widerspruch. So warf die deutsche Kartografie-Gesellschaft in einer eigens veröffentlichten Broschüre Arno Peters Scharlatanerie und ideologische Verbohrtheit vor. Letzterer Vorwurf steckte allerdings voller ungewollter Ironie. Peters glaube wohl, so hielt man ihm vor, wenn man Karten verändere, verbessere man auch die Welt – anders als die deutsche Kartografie-Gesellschaft, die sich selbstverständlich jahrelang als Vorkämpferin für die Entkolonialisierung profiliert hatte …

Allerdings war die Peters-Projektion nicht gar so bahnbrechend, wie Peters selbst behauptete, sondern baute auf Vorarbeiten etwa von James Gall (1808–1895) auf, und sie konzentrierte sich auf dieses eine Kriterium und diesen einen Zweck der Flächentreue. Das hat durchaus Augen öffnenden Charakter. Plötzlich wird Europa als Anhängsel von Afrika sichtbar, nicht umgekehrt, und die mächtigen USA sind im Vergleich mit Lateinamerika geschrumpft. Die jetzt Gall-Peters-Projektion genannte Darstellungsform ist mittlerweile anerkannt, allerdings nur als eine unter mehreren, da sie bei anderen Kriterien, etwa den Flächenumrissen, ihrerseits Verzerrungen vornimmt.

The Plebs Atlas

Im bücherraum f liegt ein weiteres Beispiel eins Atlanten vor, der versucht, die Welt auf eine andere Art als die vorherrschende in den Griff zu bekommen, und zwar aus England. Der Name allein ist schon beinahe den Preis von einem Shilling wert: The Plebs Atlas nennt sich dieses Werk ebenso schnörkellos wie trotzig. Es ist eigentlich mehr eine Broschüre und enthält 58 Karten auf starkem gelbem Kartonpapier. Herausgegeben 1926 in London «für Werkstudenten» von «The Plebs League», eine linke Bildungsorganisation aus den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts. Die Darstellungen, sagt der Bearbeiter der Karten, sind auf das Wesentliche reduziert. Keine unnötigen Städtenamen, Flüsse und andere Kinkerlitzchen: Jede Karte soll sich auf eine einzige, wesentliche Aussage konzentrieren.

Mit dem Wesentlichen sind die Machtbeziehungen zwischen Staaten und Nationen gemeint. Es geht um Einflussgebiete und Abhängigkeiten im imperialistischen Zeitalter.

Jenes Imperialismus, der die Welt beherrscht, oder doch nicht die ganze Welt, denn es gibt ja noch die Sowjetunion. Das ist nicht orthodox kommunistisch gemeint, die Sowjetunion als das Vaterland der Werktätigen oder als Mutterland der Friedensvölker, sondern etwas nüchterner, als Gegengewicht zu den kapitalistischen Blöcken. Noch stehen, 1926, die europäischen Mächte im Vordergrund, Grossbritannien, Frankreich, auch das faschistische Italien, das eine neue aggressive Kolonialpolitik betrieb. Die USA sind nicht ganz die globale hegemoniale Macht wie heute; dafür wird China ein bemerkenswertes Gewicht eingeräumt – sowohl die innerchinesischen Herrschaftsgebiete der verschiedenen Warlords wie die Rivalität mit Japan und die strategische Konfrontation mit Grossbritannien via Singapur und Australien werden in einzelnen Kartenveranschaulicht.

Der Ansatz der Darstellungen ist vorerst klassisch materialistisch: Die Wirtschaft und noch spezifischer die Schwerindustrie bilden die Basis der Gesellschaft und damit des Ringens um die Welt. Wenn der Streit um die Ölfelder im Nahen Osten veranschaulicht wird, so wirkt das wie von gestern, oder heute. Eine regionale Karte zu Grossbritannien zeigt, wie die ehemalige Dominanz der dicht besiedelten Gebiete in Südengland durch sechs Industriegebiete im Mittel- und Nordengland abgelöst worden ist, ein Verhältnis, das sich seither längst wieder verkehrt hat, und man könnte über diese Karte fast – aber nur fast – die Resultate der Brexit-Abstimmung von 2016 legen, in der die de-industrialisierten Regionen im Norden ihren Protest ver-rückt ausdrückten.

Aber lassen sich Machtbeziehungen und Kräfteverhältnisse in so einfachen Grafiken ausdrücken? Ist nicht die Realität in die Funktionale gerutscht, wie Bertolt Brecht ein paar Jahre nach dem Erscheinen des Plebs Atlas in seinen Anmerkungen zum Dreigroschenprozess 1931 apropos Theater und Fotografie bemerkte? Diese Kartografie für den Plebs scheint sich dem entziehen zu wollen. Machtinteressen und -ambitionen werden durch mehr oder weniger dicke Pfeile gezeigt, Kreise und Ellipsen fassen Einflusssphären zusammen, und die subalternen Länder und Gebiete werden durch gleiche Schraffuren dem jeweiligen Zentrum unterstellt.

Tatsächlich ist es nicht ganz so einfach.

In einer Karte zu Europa werden beispielsweise Jugoslawien, die Tschechoslowakei, Rumänien und Polen der französischen Einflusssphäre zugeschlagen und Norwegen, Finnland sowie die baltischen Republiken der britischen. Da gehen offensichtlich neben wirtschaftlichen implizit auch historische und kulturelle Faktoren in die Zuordnung ein.

Im Rückblick von heute auf die Karten von 1926 wird Eingelöstes und Uneingelöstes sichtbar. So wird aus den dominierenden privatwirtschaftlichen Grossunternehmen der Schwerindustrie in Belgien, Nordostfrankreich, Luxemburg und Westdeutschland das real-fiktive Gebilde eines «europäischen Stahltrust» zusammengesetzt, und der bildet das ab, was nach dem Zweiten Weltkrieg als staatliche Montanunion den Grundstein zur Europäischen Gemeinschaft legte. Gegen solche kapitalistische Realität schenkt uns der Atlas zum Schluss «A Workers United States of Europe», freilich mit einem Fragezeichen versehen. Diese ArbeiterInnen-EU basiert auf westeuropäischer Kohle und Eisen und osteuropäischen Weizen, Holz und Oel. Historisch gesehen hat sich das zweifach blutig blamiert: als verbrecherische Wirtschaftsstrategie der Nazis und als bitteres Versagen der internationalen ArbeiterInnenbewegung. Was die Erinnerung an die Hoffnung auf eine transnationale Solidargemeinschaft nicht überflüssig macht.

Die Wonnen der Digitalisierung

Die Synchronoptische Weltgeschichte hatte versprochen, die BezügerInnen würden «kostenlos über den Fortgang der mit diesem Werke eingeleiteten Bestrebungen unterrichtet». Das hiess vorerst kaum veränderte Neuauflagen. Mit der Digitalisierung entstand allerdings für alle Lexika und Atlanten eine grundsätzlich neue Situation. Die Synchronoptische Weltgeschichte wurde im Jahr 2000 zum letzten Mal nachgedruckt und erreichte damit eine Gesamtauflage von 250000 Exemplaren, mit Lizenzen in 43 Ländern. In einer mehrjährigen Kooperation zwischen Büro-W (Wiesbaden) und dem Kompetenzzentrum für elektronische Erschliessungs- und Publikationsverfahren in den Geisteswissenschaften an der Universität Trier wurde sie danach digitalisiert und wird seit 2010 als Der digitale Peters online angeboten, wobei in einer Rechnung, die das Digitale wieder aufs Handfeste zurückzuführen versucht, vorgerechnet wird, er sei mittlerweile auf 37 Laufmeter ausgebaut, also gegenüber den 31 Doppelseiten der ursprünglichen Ausgabe mehr als verdoppelt worden. Der Kulturfahrplan seinerseits wurde mehrfach erweitert und nach dem Tod von Werner Stein als Der neue Kulturfahrplan bis 2004 weiter verlegt; er schrammte insgesamt die Millionenauflage, wurde dann aber eingestellt.

Auch die Kartografie ist mittlerweile durch die Infografik zum Teil radikal umgekrempelt worden und hat zugleich einen neuen Schub erhalten. Das zeigt etwa der 2010 ursprünglich in England erschienene Atlas der wirklichen Welt. Darin werden 382 Datensätze – zum Beispiel Bevölkerung oder Stromerzeugung oder Frauen als Führungskräfte oder Militärpersonal oder Religionen – für die Kontinente und wichtigsten Länder entsprechend ihrem prozentualen Anteil an der Weltmenge in Flächen umgesetzt und diese in die ungefähren Umrisse der entsprechenden Länder gelegt. Kurz gesagt: Je mehr ein Land hat, erzeugt, verbraucht, desto mehr Fläche nimmt es ein. Einige Karten sind eindrücklich, wenn auch ein wenig erwartbar, etwa bei der Verteilung von Armut und Reichtum oder wenn bei der Stromerzeugung die nördlichen Länder die Kontinente Lateinamerika und Afrika verkümmern lassen, während umgekehrt beim Waldverlust Lateinamerika und Afrika Europa geradezu zum Verschwinden bringen. Dass sich beim Verzehr von Fast Food die USA ungeheuerlich aufblähen, während Afrika zusammenschrumpft, hängt wohl damit zusammen, dass Fast Food vor allem auf Burger reduziert und Streetfood nicht berücksichtigt wird. Auch anderes muss mit Vorsicht genossen werden, ja ist geradezu irreführend. So erscheint Europa bezüglich der Zahl der Langzeitarbeitslosen riesig, und Afrika wie auch Lateinamerika sind praktisch nicht vorhanden: Doch Langzeitarbeitslose können nur dann in Statistiken auftauchen, wenn überhaupt ein einigermassen funktionierender Sozialstaat besteht.

Zuweilen aber gibt es überraschende Aha-Effekte. Wenn heute angesichts des Bevölkerungswachstums in China und Indien mehr oder weniger unbewusst eine neue ‹gelb-braune Gefahr beschworen wird, so zeigt eine Karte über die «Weltbevölkerung im Jahre 1», dass damals diese beiden Reiche noch weitaus mehr Platz auf der Weltkarte einnahmen, da Nord- und Südamerika bloss aus zwei dünnen Strichen bestanden.

Die Synchronoptische Weltgeschichte und der Plebs Atlas befinden sich im bücherraum f in der Abteilung R, Referenzwerke.

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Speaking about Stuart Hood

An international conference was discussing the life and work of Stuart Hood (1915-2011). Highlighting Hood’s experiences fighting with the Italian Resistance in the Second World War, contributors spoke about Hood’s multi-faceted post-war achievements: as a broadcaster who presided over a period of unprecedented creativity at the BBC; as one of the founding figures of media studies; as the translator of over 40 works from Italian, German, French and Russian; and as the author of the acclaimed war memoir, Pebbles from my Skull, as well as eight well-received novels.

Speakers included David Johnson (The Open University), David Hutchison (Glasgow Caledonian University), Terry Brotherstone (Aberdeen University), Hilary Horrocks, Nick Havely (York University), Haim Bresheeth (SOAS), Robert Lumley (University College London), Stephen Watts, Stefan Howald (buecherraumf, Zürich), Alan Riach (Glasgow University), Phil Cooke (University of Strathclyde), with closing remarks by Anne Hood.

The conference was on the 26th of January 2021, and you can hear the full ninety minutes via this link:

https://www.sas.ac.uk/videos-and-podcasts/culture-language-and-literature/stuart-hood-twentieth-century-partisan

Organised by the School of Advanced Study at the University of London

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Und wir bewegen uns doch

Das Jahr 2020 begann im bücherraum f erfolgreich, mit drei Veranstaltungen: Andreas Rieger sprach empirisch fundiert und theoretisch reflektiert über Macht in der Schweiz; Alice Grünfelder berichtete anhand einer Fallstudie zur Friedensbewegung im deutschen Mutlangen über Protestformen, mit aktuellen Ausblicken; und dann gab es einen proppenvollen Saal, als Monika Saxer und Stefan Howald die unermüdliche und furchtlose Schweizer Reisende Ella Maillart (1903–1997) in Wort und Ton und Bild vorstellten.

Ab März veränderte sich unser aller Leben. Darüber brauchen wir hier nicht zu reden.

Auch wir mussten geplante Veran-staltungen absagen und schlossen die Bibliothek für die Öffentlichkeit. Die Fixkosten liefen weiter, obwohl uns die Hausbesitzerin zweimal beim Mietzins entgegenkam. Wir arbeiteten hinter den Kulissen bzw. heruntergelassenen Rollladen, an den Beständen und an der Aufarbeitung des bisher Geleisteten. Seit Beginn im September 2018 haben wir über 30 Veranstaltungen durchgeführt, beworben mit den schon beinahe ausstellungsreif gewordenen Flyer von Helen Ebert.

Zudem hat die Politisch-Philosophische Bibliothek PPB im vergangenen Jahr ihren Bestand um rund 1000 Einheiten auf über 9000 Bücher und Zeitschriften aufgestockt. Die Bibliothek schema f hat zu ihren bisher rund 11000 Titeln ebenfalls neue Bücher eingegliedert. Über einige Neueingänge und alte Trouvaillen berichten wir auf unserer Website unter blog/aktuelles.

Im September nahmen wir einen neuen Anlauf, mit sehr erfolgreichen Veranstaltungen mit Hans Fässler und Ruedi Küng. Fässler stellte unter dem Titel «Bergsturz und Denkmalsturz» seine unermüdliche antirassistische Arbeit vor und knüpfte an die aktuellen politischen Diskussionen über Black Lives Matter an. Ruedi Küng handelte anhand literarischer Reportagen von Ryszard Kapuściński über Fragen journalistischer Ethik, die im Zeichen von Fake News ja durchaus dringlich sind.

Es folgten Lesungen und Diskussionen mit Liselotte Lüscher, zu Marlene Stenten, zu Marxens Kapital und zu Stuart Hood. Durchaus erfreulich und erfolgreich, aber die einschneidenden pandemiebedingten Massnahmen beeinträchtigten doch zunehmend unsere offene und entspannte Begegnungs- und Debattenkultur. Immerhin versuchen wir, mit, beschränkten, technischen Fähigkeiten, uns der neuen viralen Welt anzupassen. Von den letzten Veranstaltungen haben wir Podcasts hergestellt, nachzuhören unter https://tinyurl.com/br-podcasts. Wir möchten diese Form ausbauen und denken gar über audiovisuelle Formen nach.

Im Rahmen des bücherraums f sind zudem die Dora-Koster-Materialien endgültig aufgearbeitet und an die Zürcher Zentralbibliothek übergeben worden. Die Forschungsstelle Dora Koster bleibt weiterhin beim bücherraum f angesiedelt (https://www.stefanhowald.ch/dora_koster.htm).

2020 erhielten wir wiederum verdankenswerte Unterstützung von unseren Vereinsmitgliedern und weiteren SympathisantInnen; durch eine gezielte Spende konnten wir auch die Infrastruktur im bücherraum verbessern. Weiterhin sind wir natürlich auf Unterstützung angewiesen; der Mitgliedsbeitrag 2021 beträgt 60 Franken, Fördermitglieder sind mit 240 Franken dabei.

bücherraum f  —  ein raum, zwei bibliotheken, viele debatten
Jungstrasse 9   8050 Zürich   buch@buecherraumf.ch   www.buecherraumf.ch
bücherraum f. Postfinance 61-76601-1. IBAN CH63 0900 0000 6107 6601 1.
BIC POFICHBEXXX

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