Reisende der Revolution, in Farbe

Und jetzt noch illustriert sowie in Farbe. Eindringlich schildert die Historikerin Brigitte Studer in ihrem Vortrag Glanz und Elend der Kommunistischen Internationale, der berühmt-berüchtigten Komintern. Sie wird anhand von einem Dutzend Personen auch als Biotop sichtbar.

In einer angereicherten Version des Vortrags werden diese Menschen ins Bild gerückt. Rund 150 Illustrationen und historische Videoausschnitte vergegenwärtigen die «Reisenden der Weltrevolution» und deren Tätigkeit. Bewegte Bilder vom Empfang beim 2. Weltkongress der Komintern 1920 in Moskau. Weibliche Delegierte aus der Türkei und aus Aserbaidschan, die beim Kongress der «Völker des Ostens» in Baku das Wort ergreifen. Propagandamittel, von Plakaten und Tarnschriften bis zu Schallplatten; Beglaubigungsschreiben und gefälschte Pässe – alles erläutert und bildhaft vorgeführt.

Brigitte Studer hat in ihrem umfassenden Buch «Reisende der Weltrevolution» (Suhrkamp 2020) auch eher unbekannte MitarbeiterInnen der Komintern sichtbar gemacht, Personen wie Hilde Kramer und Luise Geissler. In diesem illustrierten Vortrag lässt sich sehen, wie Hilde Kramer mit Erich Mühsam im Café zusammenarbeitete, welch weit reichenden Weg Luise Geissler gemacht und wo sie in Zürich die junge Indira Gandhi getroffen hat.

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